Nachrichten und Infos zum Thema Wasserbetten in Zusammenarbeit
mit Verbrauchern, Industrie und Handel.


Wasserbetten für Neugeborene

Aus der gynäkologischgeburtshilflichen Abteilung der St.-Lukas-Klinik, Solingen unter Leitung von Prof. Dr. K. Meinen.

Ein Erfahrungsbericht über den Einsatz von Wasserkernen in Wärmebetten für Neugeborene. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Anerkennung der therapeutischen Wirkung von Wasserbetten. Leider konnten bei dem Versuch noch nicht vollvolumige Kinder-Wasserbetten verwendet werden. Auf Wunsch der Klinikleitung hatte der deutsche Wasserbetten-Hersteller Spezialauflagen für die klinikeigenen Wärmebetten konstruiert. 

Prof. Dr. Meinen berichtet:

Die Grundlage zur Durchführung der Testreihe wurde in einem gemeinsamen Gespräch über Erfahrungen im Einsatz von Wasserkernen in der Pflege von Dauerbettlägerigen sowie Kinderwasserbetten gelegt. Unter der Vorstellung "Aus dem Wasser auf das Wasser" sollte der Einsatz entsprechender Wasserkerne in der Säuglings- und besonders Frühgeborenenpflege beobachtet werden. Dazu wurden für die an der St.-Lukas-Klinik in Betrieb befindlichen Wärmebetten (Babythermen) größenangepaßte Wasserkerne unentgeltlich geliefert. 

Technische Beobachtungen

Die speziellen Wasserkerne und -heizungen eines deutschen Hersteller wurden vom Medizintechniker der Klinik begutachtet und für den Betrieb in der Klinik zugelassen. Es handelt sich um einkammerige Wasserkerne mit zusätzlicher Schutzhülle sowie handelsüblichen Füllventilen. Der Hersteller gibt an, das gleiche Bauprinzip wie bei Erwachsenenbetten angewendet zu haben. Die Wasserkerne wurden soweit aufgefüllt, daß kein Aufliegen auf dem Untergrund durch den Auflagedruck eines Säuglings möglich wurde.Es wurden Temperaturmessungen auf dem freien Wasserkern, bezogenen Bett sowie unter einer Bettdecke durchgeführt. Es zeigte sich eine ausgesprochen homogene Wärmeverteilung, wobei der Heizaufwand streckenweise verringert werden konnte. Eine Überwärmung unter einer Bettdecke wurde nicht beobachtet, die Auflage scheint somit das Temperaturreglersystem eines Wärmebettes nicht zu beeinflussen.
Aufgrund der provisorischen Ausführung bezüglich Größe und Anpassung
an die Wärmebettmaße ist das Handling zum Beziehen und zur Reinhaltung aufwendig, jedoch unproblematisch, es gab keine Einwände seitens der Hygienefachschwester.

Anwendungsbeobachtung

Die Wärmeverteilung ist gut, es wird ein gutes Ansprechen beobachtet, keine Überwärmung. An heißen Sommertagen kann zeitweise auf ein komplettes Zudecken des Kindes verzichtet werden. Die Lagerung der Kinder kann in Rückenlage sowie gestützter Seitenlage (zusätzliche Rolle) erfolgen. Je nach Füllung des Wasserkerns ist gleichsam die Bauchlage möglich, ohne daß die Atemwege verlegt werden. Die Lagerung von zwei Kindern gleichzeitig ist möglich, auch Gewichtsunterschiede können ausgeglichen werden. Die Wärmeabgabe und -verteilung ist auch für zwei Kinder ausreichend. Deformitäten durch Lagerung werden nicht beobachtet. Auffallend ist eine sehr schnelle Beruhigung der Kinder. Auch nervöse Kinder (Nicotinabusus der Mutter) finden schneller in den Schlaf als in einem normalen Bettchen. Ein Bewegen des Kindes durch Eindrücken des Wasserkerns ohne Berührung des Kindes bewirkt sanfte Schaukelbewegungen, die meist zur Beruhigung des Kindes führen. Die beschriebenen Effekte sind unabhängig vom Gewicht des jeweiligen Kindes.

Schlussbemerkung:

In wieweit die beschriebenen Effekte auf eine Erinnerung des Säuglings an seine intrauterine Situation (Lagerung im Fruchtwasser) zurückgeführt werden kann, bleibt der Spekulation überlassen, darf jedoch (vgl. entsprechende Veröffentlichungen) postuliert werden.
Insgesamt zeigt der Probeeinsatz ein positives Ergebnis, besonders die Nachtschwestern fühlten sich durch eine schnellere Beruhigung eines auffällig nervösen Kindes entlastet. Für die Verbesserung des Handlings sollte eine gemeinsame Entwicklung mit einer Firma für Säuglingsbetten und Wärmebetten angestrebt werden. Es erscheint zusätzlich von Bedeutung, einen Status zu definieren (Spastiken, Fehlbildungen, etc.), in dem eine gezielte Therapie und Beobachtung durchgeführt werden kann. Diese wird jedoch nur an Zentren eingerichtet werden können.
Ein weiterer Weiterentwicklungsansatz wäre ein "normales" Säuglings- und Kinderbett mit Wasserkern, wobei hier besonders für den Klinikgebrauch die technische Realisierung (Heizung, Energiezufuhr) von Bedeutung ist.
Prof. Dr. med. K. Meinen, 
Th. Kalisch, Ass.-Arzt


Lebensgefahr im Kinderbett

Der STERN und STERN-TV auf RTL berichteten über schauderhafte Entdeckungen in konventionellen “Schlafpolstern”, insbesondere bei Babymatratzen. 


In Babymatratzen entdeckten Chemiker den Pilzkiller Pentachlorphenol. Damit imprägnieren asiatische Hersteller Kokosfasern für die Polster.
Als Juliane fünf wurde hatte sie nicht einmal genug Puste um die Kerzen auf dem Geburtstagskuchen auszublasen. Das Mädchen rang schon kurz nach seiner Geburt ständig nach Luft. Ging es tagsüber mal besser, quälte nachts heftiger Husten den kleinen Körper. “Und oft übergab sich meine Tochter in ihrem Bett. Manchmal viermal, bis sie nur noch klaren Schleim hervorspuckte”, sagt die Mutter Gudrun Andraszak aus dem nordrhein-westfälischen Wanne-Eickel. 
Der Kinderarzt der Familie, Dr. Frank Steiner aus Herne, konnte sich die Atemnot und das ständige Rumoren in Julianes Lungen jahrelang nicht erklären. Anders als Asthmakranke reagierte das Mädchen auch nicht allergisch, beispielsweise auf Hausstaubmilben.

Das eigene Bett als unsichtbarer Krankheitsherd“. Körperabsonderungen und -flüssigkeiten nebst Staub und Schmutz sind nicht nur idealer Nährboden für Milben, deren Kot Krankheiten erregt. 
Gerade bei Kindermatratzen werden häufig auch weitergehende Krankheitserreger in den Matratzen festgestellt, über Bakterien bis hin zu Maden und Schimmelpilzen. 
Hier lösen ausgereifte Wasserbetten die Probleme auf geniale und einfache Art und Weise:

  • der Wasserkern nimmt keinen Schmutz auf
  • ist in der Oberfläche abwaschbar
  • die Textilauflage ist koch- bzw. waschbar oder reinigungsfähig. Hygienischer geht’s nicht.

Erst jetzt glauben der Mediziner und die Eltern der heute achtjährigen fündig geworden zu sein: Womöglich verursachten Schadstoffe aus der Matratze in Julianes Bett Brechreiz und Hustenanfälle. Denn die Krankheit verschwand, als das Mädchen dem alten Kinderbett entwachsen war und auf einem neuen größeren Bettpolster schlief. 

Die ausrangierte Matratze lagerte lange Zeit vergessen auf dem Speicher. Doch vor kurzem wurde sie den Eltern durch einen Zufall verdächtig. Gudrun Andraszak hatte einen roten Wäschekorb aus Plastik auf der Schlafunterlage abgestellt. Und als sie nach einigen Wochen wieder zu dem Korb griff, war dessen ehedem rote Unterseite auf einmal hellrosa.
Chemikalien aus der Matratze, so vermuteten die Eltern, hatten das Plastik gebleicht - und früher ihre Tochter zum Husten und Brechen gebracht. Umgehend informierten die Andraszak ihren Kinderarzt, dem der Verdacht plausibel erschien. Der STERN und STERN-TV ließen das verdächtige Polster von Experten des österreichischen Textilforschungsinstituts in Wien auf etwaige Giftstoffe untersuchen. In den Kokosfasern, mit denen das Bettpolster gefüllt war, entdeckten die Wissenschaftler die Substanz
Pentachlorphenol - acht Milligramm pro Kilo waren in den Fasern enthalten. Das Pilzvernichtungsmittel, das sich im Tierversuch als krebserregend erwiesen hat, ist seit 1989 in Deutschland verboten. 
Alarmiert durch den Befund, veranlaßten STERN und STERN-TV weitere Matratzenanalysen. Das Kölner eco-Umweltinstitut nahm daraufhin fünf handelsübliche Babymatratzen unter die Lupe.
Auch hier waren Füllstoffe aus Kokosfasern, wenngleich in geringerem Maße, mit Pentachlorphenol (PCP) belastet. Und in den buntbedruckten Stoffbezügen fanden sich Spuren des Insektizids Lindan sowie eine Reihe anderer Chemikalien.

Der Chemiker Dr. Frank Kuebart vom eco-Umweltinstitut ist von den Ergebnissen überrascht: “Ich habe nicht gedacht, daß man in diesen Konzentrationen PCP in Babymatratzen nachweist.”
Die Kokosfasern werden, so Kuebart, in tropischen Herstellerländern wie Sri Lanka mit dem Pilzvernichter PCP eingenebelt, damit sie beim langen Schiffstransport nicht verrotten. 
Frank Steiner, der Kinderarzt von Juliane: “Was krank machen kann gehört nicht in die Matratze”.
Jörg Blech, STERN 3/95 v. 12.1.1995


Erfahrungsberichte

“Die Frühgeborenen, die auf Wassermatratzen lagen, haben sich insgesamt sehr viel besser und sehr viel unproblematischer entwickelt als auf herkömmlichen Matratzen. Viele Schäden an der Wirbelsäule entstehen schon im Säuglingsalter. Das könnte man vermeiden, wenn man schon Säuglinge auf Tasso-Wassermatratzen legen würde. 
Zum anderen stimulieren wir damit das Gleichgewichtsorgan der Säuglinge. Der Gleichgewichtssinn ist der früheste Sinn, den wir im Mutterleib ausbilden. Alle Naturvölker und alle Mütter überhaupt schaukeln instinktiv ihre Babys. Die Tasso-Baby-Wassermatratze ist sicherlich optimal für Babys.” Dr.med.Gaby Zell.

DANKESBRIEF Druckentlastung bei Spreizhosen

Anfang Dezember ‘95 nahm ich an Ihrem Preisausschreiben teil und gewann den 1. Preis, eine Babywasserbettmatratze.

Als wir unsere Tochter Madita (geb. 01.09.96) das erste Mal in ihr Bett legten, hatten wir zuerst Bedenken, ob sie es annehmen würde, da sie ja im Krankenhaus auf einer harten Matratze lag.
Doch unsere Tochter schlief von Anfang an tief und fest und machte einen sehr zufriedenen Eindruck. Mit sechs Wochen mußten wir mit Madita zur Routineuntersuchung zum Orthopäden. Dabei stellte sich heraus, daß sie unter einer Wachstumsstörung im Hüftgelenk leidet.
Das ist zwar heilbar, aber dafür muß sie eine Spreizhose tragen. Der Orthopäde erklärte mir, daß das Kind dabei keine Schmerzen hat, jedoch könnten wir
Probleme mit dem Schlafen bekommen, da die Spreizhosen auf einer harten Unterlage drücken, und das wäre für das Kind unangenehm. Als ich ihm erzählte, daß unsere Tochter auf einer Babywasserbettmatratze schlief, sagte er, besser könnte es gar nicht sein.
Und ich muß zugeben, unser Orthopäde hatte Recht. Madita schläft weiterhin so unbeschwert wie vorher. Sie hat keine einzige Druckstelle und schläft sogar jetzt durch. Ich kann jedem Elternteil nur dazu raten,sich für eine Babywasserbettmatratze zu entscheiden, denn etwas Angenehmeres kann es für Babys gar nicht geben.
Auch kommt die Hygiene noch dazu. Bei einer normalen Matratze bleibt der Urin, wenn ein Kind mal ins Bett macht, in der Matratze. Bei einer Babywasserbettmatratze kann ich den Bezug abnehmen und auf 95 Grad waschen. Den Vinylwasserkern kann ich einfach abwischen. Wir sind sehr zufrieden mit der Babywasserbettmatratze und würden uns auch immer wieder für sie entscheiden. 
Nochmals vielen Dank. 
Familie S.

http://Dr.med.Gaby


Neues aus dem Schlaf in Schwerelosigkeit

Vom Baby bis zum Weltraumschlaf

Ein deutscher Wasserbettenhersteller entwickelte und baute gemeinsam mit der Uni München und der NASA ein Bett für die Internationale Raumstation ISS. Grundlage waren die zahlreichen Ergebnisse und Erfahrungen der Wasserbetten-Schlafforschung aus Arbeiten mit verschiedenen Wissenschaftlern, Universitäten und Instituten auf der Suche nach dem optimalen Schlaf und Regenerationssystem. Großer Applaus von Astronauten nach erfolgreichen Tests in Schwerelosigkeit in Houston, Texas. Hochwertige Wasserbetten für Frühgeborene bis ins Außerirdische. Weiter geht es bei dem deutschen Hersteller mit der Entwicklung für die internationale Marsstation (Mars Society) zunächst in den Wüsten von Utah. Unschlagbare Qualitäten für perfekten Schlaf.


Der Einsatz von Wasserbetten bei der Pflege von Frühgeborenen

Gibt es körpereigene Schlafstoffe als Medikamente?

"Frühchen" - so werden sie liebevoll und gleichzeitig besorgt in vielen Kliniken genannt - haben heute, dank modernster Pflege- und Überwachungstechnik, erstaunlich gute Überlebens und Entwicklungschancen. Berechtigterweise gelten sie aber auch dann, wenn sie aus ihrem hochtechnisierten Ersatzmutterleib entlassen werden können, als Risikogruppe und durchlaufen kindliche Entwicklungsphasen oft unter Schwierigkeiten oder mit Verzögerungen. Viele Defizite bleiben. Kein Wunder also, daß auf der ganzen Welt intensiv geforscht wird, wie man im Sinne dieser Kinder präventiv tätig werden kann. Dabei geht es einerseits natürlich um die Optimierung der Inkubatoren- Technik, andererseits um die Reduzierung von Defiziten im psychosozialen Bereich, die sich zwangsläufig durch die allzu frühe Entbindung vom Mutterleib ergeben. Jede Mutter weiß um die gegenseitigen Begegnungen und Bindungen während der Schwangerschaft und um die vielfältigen Formen der Kommunikation zwischen dem Ungeborenen und sich selbst. Sie kennt ebenfalls die segensreichen Funktionen der Fruchtblase, die für das Baby Schutz- und Lebensraum darstellt.

Schon in den 70er Jahren wurde von US-Amerikanischen Wissenschaftlern vermutet, daß im verfrühten Verlust der Stimulanzien im Mutterleib schwerwiegende Defizite liegen. Das lieferte Forschungsimpulse. In der tiermedizinischen Fachliteratur konnte nachhaltig untermauert werden, daß das Wegfallen von Bewegungsstimulanzen Entwicklungsschäden nach sich zieht. Bei der Studie von Primaten konnte nachgewiesen werden, daß, beim Fehlen von Schaukelbewegungen durch die Mutter, höchst abnorme Affen heranwachsen, die dazu neigen, sich selbst zu verstümmeln, oder die sich authistisch verhalten.
Anneliese F. Korner, PhD, Professorin für Psychiatrie und

Verhaltenswissenschaften in der Fachgruppe Kinderpsychiatrie und Kindesentwicklung der
Stanford University School of Medicine führte in diesem Zusammenhang eine beachtenswerte Forschungsarbeit an Frühgeborenen durch, die durch drei nationale Institutionen des US Gesundheitswesens gefördert und unterstützt wurde. Die Ergebnisse wurden in zwei Fachzeitschriften unter dem Titel "The Many Facets of Touch" zusammengefasst.

Die eindeutigen Ergebnisse dieser Studie ließen erkennen, daß es auch für Frühgeborene ein Vorteil wäre, einer ausgleichenden Bewegungsstimulanz während der Reifezeit im Inkubator ausgesetzt zu sein. Das Fehlen kann die gesamte Frühentwicklung und insbesondere die integrative Fähigkeit des Gehirns, insbesondere des Kleinhirns, beeinträchtigen.
Forschungsziel der insgesamt neun Kontrollstudien war es, herauszufinden, welche Wirkungen bewegungsstimulierte (oszillierende) Wasserbetten auf Frühgeborene haben, denen natürliche Bewegungsstimulanzen in den Inkubatoren normalerweise fehlen. Die Experimentalgruppen lagen auf Wasserbetten, in denen leichte Inhaltsbewegungen in regelmäßigen oder unregelmäßigen Intervallen erzeugt wurden, jeweils angepaßt an Rhythmen, denen der Säugling nicht entzogen worden wäre, wäre er nicht zu früh geboren. Eine weitere Gruppe lag in Wasserbetten, die besonders empfindlich auf Eigenbewegungen und Bewegungen des Pflegepersonals reagierten. Es war nicht bezweckt, die Entwicklung der Säuglinge zu beschleunigen. Bedingungen sollten erzeugt werden, die die natürliche Reifung des Gehirns und damit wiederum die physiologische und verhaltensbestimmte Reaktionsweise in einem möglichst naturnahen Umfeld fördern.

Bei der Bewertung der Ergebnisse war auffällig, daß, im Vergleich zu einer Kontrollgruppe, die Säuglinge, die auf einem Wasserbett lagen, signifikante neurologische Entwicklungsvorteile aufzeigten. Für die Endbewertung der neurologischen Untersuchungen standen Säuglinge zur Verfügung, deren Geburtsmerkmale ähnlich waren. Der bewertende Kinderarzt und Neurologe wußte nicht, welches Kind aus der Experimental- und welches aus der Kontrollgruppe kam. Die Säuglinge aus der Experimentalgruppe waren motorisch bedeutend reifer, weniger reizbar und verfolgten akustische und visuelle Reize weitaus besser.

Bei der Experimentalgruppe kam es zu deutlicher Reduzierung von Apnoe und damit zu einer besseren und gleichmäßigeren Versorgung des Hirns mit Sauerstoff. Vor der Umlagerung der Experimentalgruppe auf Wasserbetten waren in allen Projektgruppen die Fälle von Apnoe vergleichbar hoch. Nach der Umlagerung reduzierten sie sich in der Experimentalgruppe, wohingegen in der Kontrollgruppe die Anzahl der Apnoe anstieg, was auch der normale Verlauf ist, wenn Apnoe kurz nach der Geburt auftritt.

Bei den untersuchten Säuglingsgruppen, die auf guten Wasserbetten lagen, kam es ebenfalls zu entscheidend weniger Fällen von Schädelverformungen. Der biparietale Durchmesser ihrer Köpfe war bedeutend größer als in der Kontrollgruppe. Insgesamt war das weiterentwickelte Wasserbett bei jedem klinischen Befund, bei dem Druck auf Haut und Skelett vermieden werden sollte, vorteilhaft.

 Die Gewichtszunahme war in der Experimentalgruppe größer und das motorische Verhalten im Schlaf und in anderen Zuständen war gegenüber den Kontrollgruppen generell besser und von größerer Qualität. Schlafphasen waren im Wasserbett bedeutend länger und anhaltend ruhig. Die Säuglinge im Wasserbett neigten wesentlich weniger zu nervösen und ruckartigen Bewegungen. Das galt besonders für solche Säuglinge, die nach der Verabreichung von Medikamenten zu Unruhe, unregelmäßiger und sprunghafter Mobilität neigten. Die Verabreichung von Medikamenten konnte reduziert werden.
Daraus muß gefolgert werden, daß bei der Pflege von Frühgeborenen Wasserbetten eine wichtige Rolle spielen können. Welche der Stimulanzfaktoren in der Experimentalgruppe welche Vorteile im Entwicklungsprozeß erbringt, weist die Untersuchung nicht nach, negative Auswirkungen der Lagerung in Wasserbetten wurden in keinem Fall beobachtet.
Die Untersuchung macht aber auch Aussagen über das Wasserbett und seine Funktion im Intensivpflegebereich. Der Aufwand und die Adaption an die Intensivpflege gelang ohne Probleme und ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand. Die Kongruenz zwischen Umgebungstemperatur, Temperatur des Wasserkerns und Wärmebedarf des Frühgeborenen wurde besonders hervorgehoben. Darüber hinaus erwies sich das Wasserbett als signifikante Hilfe bei der Behandlung schwerer Hauterkrankungen und nach schweren Operationen. Mehrmalige Beprobung über einen längeren Zeitraum mit dem, mit einem Algezid behandelten, Wasser aus dem Vinylsack erbrachten ausschließlich negative Kulturen.

Mit Hinweis auf die Reduktion der in allen Lebensphasen auftretenden bedrohlichen Apnoe bei Frühgeborenen, wäre eine Klärung der Frage wünschenswert, inwieweit die hier gefundenen Erkenntnisse auf Schlafende unterschiedlichen Alters übertragbar sind. Ohne den Ergebnissen einer solchen Untersuchung vorgreifen zu wollen, ist es dennoch sicherlich keine Spekulation mehr, zu vermuten, dass die natürliche, leichte Bewegung in vollvolumigen Wasserbetten zu erhöhtem körperlichen Wohlbefinden führt. Die gemachten Beobachtungen bei klinischen Befunden, bei denen der Einsatz eines Wasserbetts sich als förderlich erwies, lassen sich zweifelsfrei auf andere Personengruppen übertragen. Die Reduzierung von Apnoe wurde bei Wasserbettbenutzern beobachtet, bedarf aber der weiteren Verifizierung.

Anfragen bezüglich des Forschungsberichtes sind zu richten an:
Dr. Korner, Department of Psychiatry and the Behavioral Sciences, Stanford University School of Medicine. Oder: Dr. Gaby Zell, Vontana Schlafforschung, Oer-Erkenschwick.

 


Lebensgefahr im Kinderbett

STERN und STERN-TV auf RTL berichteten über
schauderhafte Entdeckungen in konventionellen
"Schlafpolstern", insbesondere bei Babymatratzen.

Als Juliane fünf wurde hatte sie nicht einmal genug Puste um die Kerzen auf dem Geburtstagskuchen auszublasen. Das Mädchen rang schon kurz nach seiner Geburt ständig nach Luft. Ging es tagsüber mal besser, quälte nachts heftiger Husten den kleinen Körper. "Und oft übergab sich meine Tochter in ihrem Bett. Manchmal viermal, bis sie nur noch klaren Schleim hervorspuckte", sagt die Mutter Gudrun Andraszak aus dem nordrhein-westfälischen Wanne-Eickel. Der Kinderarzt der Familie, Dr. Frank Steiner aus Herne, konnte sich die Atemnot und das ständige Rumoren in Julianes Lungen jahrelang nicht erklären. Anders als Asthmakranke reagierte das Mädchen auch nicht allergisch, beispielsweise auf Hausstaubmilben. Erst jetzt glauben der Mediziner und die Eltern der heute achtjährigen fündig geworden zu sein: Womöglich verursachten Schadstoffe aus der Matratze in Julianes Bett Brechreiz und Hustenanfälle. Denn die Krankheit verschwand, als das Mädchen dem alten Kinderbett entwachsen war und auf einem neuen größeren Bettpolster schlief. Die ausrangierte Matratze lagerte lange Zeit vergessen auf dem Speicher. Doch vor kurzem wurde sie den Eltern durch einen Zufall verdächtig. Gudrun Andraszak hatte einen roten Wäschekorb aus Plastik auf der Schlafunterlage abgestellt. Und als sie nach einigen Wochen wieder zu dem Korb griff, war dessen ehedem rote Unterseite auf einmal hellrosa. Chemikalien aus der Matratze, so vermuteten die Eltern, hatten das Plastik gebleicht - und früher ihre Tochter zum Husten und Brechen gebracht. Umgehend informierten die Andraszak ihren Kinderarzt, dem der Verdacht plausibel erschien. Der STERN und STERN-TV ließen das verdächtige Polster von Experten des österreichischen Textilforschungsinstituts in Wien auf etwaige Giftstoffe untersuchen. In den Kokosfasern, mit denen das Bettpolster gefüllt war, entdeckten die Wissenschaftler die Substanz Pentachlorphenol - acht Milligramm pro Kilo waren in den Fasern enthalten. Das Pilzvernichtungsmittel, das sich im Tierversuch als krebserregend erwiesen hat, ist seit 1989 in Deutschland verboten. Alarmiert durch den Befund, veranlaßten STERN und STERN-TV weitere Matratzenanalysen. Das Kölner eco-Umweltinstitut nahm daraufhin fünf handelsübliche Babymatratzen unter die Lupe. Auch hier waren Füllstoffe aus Kokosfasern, wenngleich in geringerem Maße, mit Pentachlorphenol (PCP) belastet. Und in den buntbedruckten Stoffbezügen fanden sich Spuren des Insektizids Lindan sowie eine Reihe anderer Chemikalien. Der Chemiker Dr. Frank Kuebart vom eco-Umweltinstitut ist von den Ergebnissen überrascht: "Ich habe nicht gedacht, daß man in diesen Konzentrationen PCP in Babymatratzen nachweist." Die Kokosfasern werden, so Kuebart, in tropischen Herstellerländern wie Sri Lanka mit dem Pilzvernichter PCP eingenebelt, damit sie beim langen Schiffstransport nicht verrotten. Frank Steiner, der Kinderarzt von Juliane: "Was krank machen kann gehört nicht in die Matratze". Jörg Blech, STERN

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